LTE statt UMTS
28. September 2009LTE (Long Term Evolution) ist der Nachfolgestandard von UMTS und kann bei mobilen Datendiensten dem Endkunden Bandbreiten von bis zu 100 MBit/s zur Verfügung stellen. Damit wäre die Leistungsfähigkeit von mobilem Breitband der von Kabelanwendungen in jedem Fall ebenbürtig – wenn nicht sogar überlegen.
Hutchison 3G ist in Österreich einer der ersten, der im Lauf des nächsten Jahres seine UMTS-Sender gemeinsam mit Nokia Siemens auf LTE umrüsten will – Zielgebiet seien vor allem die ländlichen Gegenden, die eher dünn besiedelt sind. Glasfaserausbau käme dort ja viel zu teuer, sagt Berthold Thoma, der CEO von Hutchinson 3. Nach dem ersten Jahr will man den UMTS-Kunden bereits 21 Mbit/s zur Verfügung stellen können mit einer Netzabdeckung von 94 %. Nach insgesamt drei Jahren sollen Bandbreiten von 100 Mbit/s und darüber erreichbar sein. Die anderen Mobilfunkbetreuer ergehen sich inzwischen noch in Studien und Testläufen, einzig T-Mobile scheint schon etwas weiter zu sein, was LTE betrifft, hat aber auch noch keine konkreten Pläne.
Bleibt also abzuwarten, wann Bandbreiten von 20 MBit/s im mobilen Datennetz dann tatsächlich Standard sein werden – ganz abgesehen davon, dass die Endgeräte – bisher gibt es noch keines – auch mit Funktionen ausgestattet sein sollten, die überhaupt erst eine derartige Bandbreite überhaupt sinnvoll machen.
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