Telekom stellt zweiten UMTS-Sendemast in Lenggries auf
19. November 2009Im März dieses Jahres stellte T-Mobile den ersten UMTS-Sendemast in Lenggries auf. Auf dem Dach des “Lenggrieser Hofs” soll nun direkt von der Telekom der zweite Turm aufgestellt werden. Ganz so einverstanden ist die Gemeinde mit dem Vorhaben der Telekom jedoch nicht. Nun ist es jedoch zu spät! Bereits am Dienstag haben die Installationsarbeiten für den UMTS-Sendemast begonnen. Den ersten Turm stellte T-Mobile auf und bereits zu dem Zeitpunkt hatten die Anwohner die Befürchtung, dass weitere Sendemasten aufgestellt würden, was nun bestätigt wurde.
Die Gemeinde Lenggries klagt außerdem darüber, dass auch Vodafone – genauso wie die Telekom – bereits einen Sendemast an der Münchner Straße aufgestellt hat. Die Gemeinde war machtlos und konnte sich nicht dagegen wehren, dass Vodafone seinen UMTS-Sendemast an der Straße aufstellte. Genau das ist nun auch der Fall bei der Telekom. Der Mobilfunkpakt II besagt, dass die Mobilfunkkonzerne die Kommunen nur darüber benachrichtigen müssen, dass sie einen neuen Funkturm aufstellen. Damit haben die Telekom bzw. T-Mobile und Co. einen neuen Standort für UMTS gefunden, den sie selbstverständlich auch nutzen – zum Frust der Einwohner. Der Sprecher der Bürgerinitiative gegen UMTS – Florian Kubiczek – beklagt, dass es meistens keinen Zweck hat, gegen die Aufstellung der UMTS-Sendemasten zu protestieren. In der Regel – wie auch in diesem Fall – kommen die Mobilfunkkonzerne mit ihrem Vorhaben durch. Die Telekom schloss bereits vor fünf Jahren mit dem “Lenggrieser Hof” einen Vertrag ab, der nun nicht mehr anzufechten ist. Zu diesem Zeitpunkt war noch nichts über die Strahlungen, die die Sendemasten aussenden, bekannt. Andreas Feuerer der Besitzer des “Lenggrieser Hofes” versuchte auch mit allen Mitteln den Vertrag rückgängig zu machen, nachdem die Einwohner sich beschwerten. Der Versuch, den Vertrag rückgängig zu machen, ist leider seit zwei Jahren erfolglos. Die Telekom zwingt also nun wieder einem Ort einen UMTS-Sendemast auf, in dem er augenscheinlich nicht gewollt ist und voraussichtlich auch nicht genutzt wird.
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