Unglaublich – 11.000 Euro Handyrechnung!

4. Februar 2009

Wie akte09 gestern auf Sat1 berichtete hat eine Frau aus Bochum eine Handyrechnung von über 11.000 Euro erhalten.

Wie kam es dazu?
Die unglaubliche Summe resultierte wohl aus einer versehentlich verwendeten UMTS Verbindung. Statt wie angenommen über WLAN im Netz zu sein, hatte sich das Handy via UMTS ins Internet eingewählt. Als die Frau ihre Navigationssoftware installieren und synchronisieren wollte, sind entsprechend hohe Datenmengen ohne Vorwarnung heruntergeladen worden. Bei einem Datentarif kann man bei entsprechendem Surfverhalten eine solche Rechnungssumme erzeugen. Berichtet wurde außerdem über einen Mann, der durch ein ähnliches Versehen eine Rechnung von über 4000 Euro erhielt, obwohl er eine Voreinstellung des Telefons auf das günstigere Netz geändert hatte, war er nicht darüber informiert (worden), dass für bestimmte Internetseiten wie beispielsweise YouTube diese Änderungen nicht wirksam wird.

Kostenfalle UMTS-Handy?
Wie der Fall zeigt, kann schon eine unachtsame Einstellung auf dem eigenen Handy ungeahnte Folgen haben. Hätte die Dame eine UMTS Flatrate gehabt, wäre Ihre Rechnung wahrscheinlich deutlich unter 50 Euro geblieben. Schlimmstenfalls hätte der Netzbettreiber die Datenübertragungsgeschwindigkeit gedrosselt, wie es bei Fairflat-Angeboten üblicherweise geschieht.

Heißt das nun jeder Handysurfer benötigt eine mobile Flatrate? Nein, surft man normalerweise nur gelegentlich mit dem Handy kann ein Datentarif durchaus die günstigere Variante sein. Bei viele Handys kann man in dem Konfigurationsmenü Datenverbindungen sperren. Wichtig ist nur, dass man es auch tut.

Kosten unter Kontrolle halten
Heutzutage kommt kaum noch ein Handy auf den Markt, welches nicht internetfähig ist. Selbst wenn man nur telefonieren möchte, schlummern die Surffunktionen auf dem eigenen Telefon. Der ein oder andere Freund oder Verwandte freut sich sicherlich über einen Hinweis, gerade wenn er nicht so internetaffin ist, damit er nicht am Monatsende böse überrascht wird.

Plant man, häufiger mobil zu surfen, ist eine UMTS-Flatrate eine sinnvolle Investition. Zumal man mittlerweile in manchen Regionen eine bessere UMTS als WLAN Abdeckung hat.

Was wurde aus der Rechnung?
Beide erwähnten Fälle gingen am Ende relativ glimpflich für die Kunden aus. Die Netzbetreiber Debitel und 1&1 hatten aus Kulanz den Tarif nachträglich in einen Flatrate-Tarif geändert, so dass die Frau nur noch 35 Euro und der Mann 100 Euro zu zahlen hatten. Von so viel Glück sollte man aber besser nicht ausgehen und im Zweifelsfall lieber gleich die Flatrate bestellen.

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